Das Mercosur-Abkommen ist kein modernes, grünes Vorzeige-Handelsabkommen. Viele der
vorgebrachten Kritikpunkte sind berechtigt. Handelsverträge müssen sich im 21. Jahrhundert an den
globalen Nachhaltigkeitszielen orientieren: an Arbeitsrechts-, Gesundheits-, Umwelt- und
Verbraucherstandards. Sie müssen dazu beitragen, Ressourcen zu schützen, Menschenrechte zu sichern
und Wertschöpfung fair zu verteilen. Genau daran krankt Mercosur bis heute.


Gleichzeitig müssen wir uns aber ehrlich machen: Die Welt hat sich geopolitisch fundamental verändert.
Donald Trump und Xi Jinping stellen multilaterale Regeln, Verlässlichkeit und Partnerschaften zur
Disposition. In einer solchen Welt kann es sich die Europäische Union nicht leisten, sich zu isolieren.
Europa braucht Partner jenseits des eigenen Kontinents. Das bedeutet nicht, Mercosur schönzureden.
Es bedeutet, vernünftig darüber zu diskutieren anstatt zu pauschalisieren.

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